Montag, Februar 19, 2018

Das war das

So, die Ferien sind schon wieder vorbei, zumindest für die Ü13-Fraktion hier im Haus. Die Kinder haben noch den Rest der Woche frei, bis es wieder in die Schule geht.
Ach, es ist doof, ich weiss, aber es macht mir zu schaffen, dass wir dieses Jahr keinen richtigen Sommerurlaub geplant haben, sondern halt Hausumbau stattdesssen. Irgendwie ist das immer ein ganz grosser Motivator für mich, um durchs Jahr zu kommen (ich erinnere mich an die vielen "Webcam Oslo", Webcam "Flam" etc.-Besuche letztes Jahr). Wir haben zwar einige Kurztrips zwischendurch geplant, aber das ist nicht das Gleiche und ich brauche ungefähr eine Woche in fremder Umgebung, um wirklich abzuschalten. Und ja, ich weiss, das ist ganz allein hausgemacht und niemand zwingt mich, mein Arbeitshandy mitzunehmen oder draufzuschauen oder überhaupt nur dranzudenken. Und wer weiss, vielleicht schalte ich beim "Wir richten DREI ZIMMER NEU EIN" genauso ab wie bei einer Fjordsafari.
Anyway: letzter Ferientag heute, weil in Basel ja jetzt erst Fasnacht ist und heute zwischen Morgestraich und Cortege natürlich niemand arbeiten kann. Ich persönlich (und der Hübsche und HALLELUJA; ENDLICH AUCH DIE KINDER!!!) kann mit Fasnacht, Fasching, Karneval nullkommanix anfangen und das ist noch untertrieben. Ich müsste morgen und am Mittwoch jeweils einmal quer durch die Stadt und irgendwie muss ich mir noch was überlegen, wie ich das umgehen kann, weil ich habe keine Zeit für ewig rumstehen, laute, schreckliche Musik zu hören, von begeisterten Fasnachtsjüngern Räppli in mein genervtes Gesicht geschmissen kriegen, und mich dabei noch schlecht fühlen, weil ich einen Schrillionen Jahre alten Brauch, den gefühlt alle ausser mir heute noch begeistert pflegen, ganz grauenvoll finde.

Anyway: heute hatten wir frei und haben die Fasnacht grossräumig umgangen, wir waren nämlich im Dytschen einkaufen. Erstens Lebensmittel, mal wieder im grösseren Hieber, der ein noch umfangreicheres Angebot hat als unser Standardhieber, und so haben wir nun nicht nur wieder 7 kg Pizzamehl, sondern auch limitierte Gummibärchen-Editionen in Form von Drachen, Flamingos, Pinguinen und Feen und endlich mal wieder Wasabinüsse, zweitens Schuhe für L. (das hat der Schuhbeauftragte des Hauses aka der Hübsche übernommen und so  hat L. wieder passende Sneaker und Wanderschuhe. Ausgiebiges Testen hat übrigens ergeben: Trollkids macht super Kinderkleider, Skisachen, Outdoorjacken, Handschuhe, aber Schuhe, sowohl Winterstiefel als auch Wanderschuhe können sie nicht.) und viertens gemäss meines Kanbansystems ein neues Paar Babyfüsse, weil ich getern abend beschlossen habe, dass es in ca 4 Wochen  zumindest hier unten Zeit für barfusslaufen ist und mein letztes Paar verwendet habe (diesmal"support your local dealer" die, die es beim Müller gibt. Im Herbst kann ich Ihnen dann sagen, ob man die auch nehmen kann oder ob es lieber das Original (Affiliatelink) sein sollte).
Ausserdem gibt es dort sehr leckeres, frisch gemachtes Sushi, nicht so grauenvolles von "Deutsche See" oder so, das haben wir uns dann zu Hause gegönnt. Sehr lustig war L., der, ganz der Beautyexperte, mich, als mir wegen des letzten Stückchens California Roll, das bei der Fahrt in den Wasabi gerutscht war, die Tränen in die Augen schossen, besorgt fragte: "Du, Mami, das ganze Rot um die Augen, kommt das vom Wasabi oder gehört das so?" Es gehörte so, ich hatte mir nämlich heute morgen mal wieder Zeit mit der "Urban Decay: Naked Heat"-Palette gegönnt, die ich (wie alle ihre Naked-Vorgänger) sehr mag. Die warmen Rost- und Brauntöne passen super zu meinen grünbraunen Augen, finde ich (und zu Wasabi).
Ferienlook: Klamotten eher gemütlich als zusammenpassend, Haare müssen dringend geschnitten warden. Und nachgefärbt. aber das Makeup sitzt.

Übrigens: was ich heute auch endlich noch ausprobiert habe: die Dropper, die es bei "The Ordinary" (sehr aufschlussreicher Artikel zu der Firma, finde ich. Die Produkte sind günstig, was man an der Formulierung merkt, manche sind natürlich trotzdem gut, besonders für den Preis, andere, wie zB die Foundations einfach eine Katastrophe, der Instagram Account hat Autounfallpotential, seitdem ihn der CEO persönlich übernommen hat) zum Foundationlaunch gab, passen auch auf die "Estee Lauder Double Wear Stay in Place" (NICHT in H1N1, sondern nur 1N1, die mir immer noch einen Hauch zu dunkel ist) und ermöglichen das Dosieren noch besser als die teure Mac-Pumpe, die ich auf meiner ersten hatte, und die leider einen Tacken zu lang ist).

Sonst: Little L hat sich heute nach einer Woche Pause wieder mit seinem besten Freund getroffen und als ich diese Vorfreude ("Mami, noch 1h, 13 Minuten, dann sehen wir uns!") und die beiderseitige Begeisterung füreinander sehe, dann möchte ich den vermeintlich Mobbing verhindern wollenden Pädagogen, die das Konzept  "Beste Freunde" einfach negieren wollen, mal selber Zwangsplaydates mit Leuten, mit denen sie nichts anfangen können, verschreiben.

So, das Finale von "The Fall" ruft. Noch schnell selbstbeweihräuchern: ich bin bereit für morgen, Klamotten und passendes Makeup liegt bereit, und ich habe die Kinder nur viermal gefragt, ob sie alles für die Schule morgen haben ("Boah, Mami! Ferien!"

Sonntag, Februar 18, 2018

Laaaaaangweilig

Die Wäscheberge sind bezwungen (die letzten trockenen Stapel warten auf dem Bett auf Abholung), ausgeschlafen habe ich auch (seit meinem Migränemorgen steigt mein Stresslevel jede Nacht jenseits von Erholung in den oberen mittleren Bereich und das ist natürlich überhaupt nicht gut für mein Gesamtziel: Mittelwert untertags unter 25 oder wenigstens unter 30 oder unter 35, das habe ich in den Ferien bisher einmal geschafft!*), die erste Perlendose ist verstrickt (in 8 Reihen kommt das erste Mal eine von den dunkelblauen dran, ich nehme an, Sie sind zusammen mit mir angemessen aufgeregt.

 Das hier ist übrigens das Strickmuster, wie man leicht erkennt, bin ich da, wo sich die Zacken in die andere Richtung auftrennen.
 Vor lauter Tee gluckert mein Bauch, wir sind bei der zweiten Staffel von "The Fall", die Skisachen sind aufgeräumt und ich habe Hummeln im HIntern. Ein kleiner Pokémon-Spaziergang (und auch jeder Gang die Treppe rauf) zeigt, dass ich alles andere als fit bin, aber der Kopf sieht das nicht so ganz ein.
Als Soulfood gibt es Lasagne mit selber gemachtem Spinat-Baslilkumnudelblättern** (Q. hat mittelgutes Augenmass, er war nämlich der Nudelblattabschneider, aber ihm sei zugute gehalten, dass es ihn jetzt auch erwischt hat und das Nudelnschneiden die letzte Amtshandlung vor "Ich brech mit 38.1°C zusamen, oder warte, kann ich mich auch mit dem Kindle in die Badewanne legen und dabei ein Hustenbonbon lutschen, das würde mir auch helfen?")

Der Ofen hat natürlich auch dafür wieder ein Automatikprogramm und beschwadet wie wild.


Das Ergebnis kann sich aber sehen und schmecken lassen.



Nun ja, morgen darf sich Q. noch im Bett auskurieren, mal sehen, ob L. nachzieht oder bis auf das bisschen Hüsteln gesund bleibt und mich morgen zum Wcheneinkauf begleitet (wäre gut, seine Füsse haben nämlich einen Riesenschub gemacht und ihm passen nur noch seine Sandalen und dafür ist es sogar hier ein bisschen zu kalt.)

Selbstbeweihräucherung: immerhin noch ein bisschen geschont. Und hey: ich kann eine supergute Lasagne!

* Weil Sie das immer wieder fragen: Ich messe das und noch viel mehr mit dem Garmin Vivosmart 3, den ich zu Weihnachten bekommen habe. Mehrwert: naja, ich finde es eine nette Spielerei, immerhin weiss ich jetzt, dass ich so unentspannt bin, wie ich mich fühle und wie ich wirke :-)


** Das hier ist die Nudelmaschine (Affiliatelink, heute ist sie scheints sogar im Angebot und kostet 90 Euro weniger als sonst), mit der ich uneingeschränkt zufrieden bin.

Samstag, Februar 17, 2018

Rekuperieren

Es war schon das Richtige, gestern heimzufahren. Wir haben alle komatös in unseren eigenen Betten geschlafen, wurden dann irgendwann zu/von prasselndem Regen wach, der sich im Lauf des Tages zu Schneeregen wandelte. Das ist schön gemütlicher, das vom Bett oder vom Kaffeetisch mit frischgebackenem Manner-Marmorkuchen aus dem Buch (Affiliatelink) von Zuckerzimtundliebe aus zu beobachten als aus dem Autobahnstau heraus in einen Auto voller verschwitzter Skiklamotten.


Die Erkältung bahnt sich den Weg durch meine Knochen, bisher ist mir heiss, das Atmen tut weh und ich hustle so mit kratzendem Hals vor mich hin, die Beine sind ein bisschen wackelig (könnte natürlich auch mit der "Mehr Kraft als Können und Technik"-Beanspruchung der letzten Woche zu tun haben) und alles in allem war Kranksein auch schon mal schlimmer, weil:
  • Wir haben alle so gemütlich vor uns hingewurschtelt,
  • uns immer mal wieder zum Wäscheaufhängen und -zusammenlegen getroffen (ich finde, es hat etwas unglaublich befriedigendes, einen Raum voller stinkiger, dreckiger Klamottenhaufen in wohlriechende, ordentliche Stapel zu verwandeln),
  •  ich habe drei verschiedene Kleider (in zwei verschiedenen Grössen, ich bestelle imme rnoch 38 oder M mit, auch wenn ich das meist wegen "hängt wie ein Sack" zurückschicken muss, weil es in meinen Kopf noch nicht hineingeht, dass mit der aktuellen Grössenpolitik und Körperform halt 36/S das Maximum ist) in, what else, navy bestellt für die Hochzeit von Freunden im April,
 

  • die Kinder haben Wiedersehen mit den Legowelten, Minecraft und so weiter gefeiert,
  • ich habe obengenannten Kuchen gebacken und wir haben ihn verspeist,
  • der Hübsche und ich haben mit viel Tee unterfüttert "The Fall" auf Netflix geschaut (ich habe mir das schon dreimal für Reisen runtergeladen und dann hatte ich da doch nie Zeit zum Anschauen, was gut ist, weil nach einiger Überzeugungsarbeit hat der Hübsche doch mitgezogen und jetzt sind wir beide angefixt von der düsteren Mordermittlung in Belfast mit Gillian Anderson als unglaublich cooler Ermittlerin und Kalinda Sharma aus "The Good Wife" als Pathologin und überhaupt erfreulich vielen tragenden Frauenrollen. Dass der Mörder (das ist kein Spoiler, das erfährt man grad von Anfang an) nicht nur der schnuckelige Jäger aus "Once upon a time", sondern auch "Christian Grey" aus.... Fifty Shades of ebenso ist, ist ... tja nun, hilft nix, GILLIAN!!!!!!. Ausserdem wird mir bei dem irischien Dialekt immer ganz warm ums Herz und ich denke an meine irischen Kollegen und Kolleginnen und naürlich das Fräulein und den Tierarzt)
  • Zum Abendessen gab es dann das eigentlich für gestern abend eingeplante Käsefondue (und für Little "Ih, geschmolzener Käse" L. Nudelfondue aka Nudeln mit der Funduegabel in Tomatensosse im Schokofonduetöpfchen getunkt") und hey, wir haben noch zwei Tage zum Gesunndwerden.


Selbstbeweihräucherung: Neben "Juhuuu, ich habe meinen Backofen wieder" und "Juhuuu, ich habe mein ganzes Schminkzeug wieder" (und "Juhuuu, ich habe die Waschmaschine wieder") habe ich heute echt Pause gemacht.

Freitag, Februar 16, 2018

Abbrecher

Die Nacht auf heute wr eher so mittel, der Hübsche hat sich nämlich eine richtig fiese Erkältung eingefangen und deshalb eh schon mies geschlafen. Dazu fuhren die ganze Nacht Räumfahreuge und immer wieder donnerte es, als ob die Russen kurz vor Saas-Grund stünden, weil versucht wurde, durch Lawinensprengungen die Skigebiete zu sichern.


Morgens schneite es immer noch und hatte ausserdem im Dorf nahezu hochsommerliche Plusgrade. Little L war warüber sehr happy, endlich konnte er einen Schneemann bauen.


Als wir mit dem kleinen Skizug in Richtung Pisten fuhren, donnerte es immer wieder und der Fahrer meinte, noch ware alles geschlossen, man würde sehen, was an Pisten geöffnet werden könnte.


Zum Skikursbeginn öffnete wenigstens eine der Gondelbahnen, die Kinder verschwanden mit ihren Kursen, eine zweite Bahn öffnete und der Hübsche und ich machten uns auch auf den Weg nach oben. Ich fand es eigentlich ganz angenehm, mal bei nicht soooooo kalten Temperaturen zu fahren, nur der gestern beim Schlitteln geschlagene blaue Fleck am Schienbein störte.
Der Hübsche hingegen war gar nicht gut beieinander und als auch noch die zweite Gondel zugemacht hatte, als wir im Tal angekommen waren (die Kinder erzählten später, die Leute da drin hätten eine Stunde ausharren müssen, weil die Gondeln auf halbem Weg nach oben gestoppt und rückwärts wieder ins Tal gezirkelt wurden), beschlossen wir als erstes, das Skifahren für heute gutsein zu lassen und dann, als wir so durch den Matsch und die braunen Schmelzwasserbäche zu Skidepot platschten, auch heute einfach schon abzureisen. Wir brachten also unsere Skier schon ins Auto (Saas Fee ist autofrei und zwar nicht unenldlich gross, aber mit Skigepäck zwei, dreimal durchs Dorf zum Parkhaus, da kommt man dann auch auf seine 16000 Schritte), räumten in der Ferienwohnung alles, was nicht saubere Autofahrkleidung und Bestandteile eines schnellen Nudelmittagessens war, zusammen und auch ins Auto und waren pünklich zur Siegerehrung der Kinder wieder am Platz.
(L. war einerseits stolz auf seinen 4. Platz, allerdings hatte er mit uerschütterlichem Selbstvertrauen ja eigentlich mit Gold gerechnet, Q. war über seine Goldmedaille hingegen mehr als erfreut), liefen durch den Matsch zurück, assen unsere letzten Vorräte, sagten die Essensreservierung für heute abend ab und machten uns durch Nebel und Matsch auf den Heimweg. Ich spüre bei mir die Erkältung auch schon in den Knochen, da ist es mir lieber, wir sind heute abend bei uns daheim und schlafen in unseren Betten auf der gewohnten Höhe gut und morgen aus, anstatt nochmal früh aufzustehen und dann trotzdem mit allen Holländern im Stau zu stehen.


Die Fahrt ging recht gut, es ist übrigens soweit: ich fühle mich ein bisschen wackelig, wenn der Autopilot nicht an ist :-), die Machtübernahme der Maschinen hat begonnen, ungeachtet der Tatsache, dass das moralische Dilemma, was das Auto tun soll, wenn von rechts zwei Nonnen und von links 17 Kindergartenkinder auf die Autobahn torkeln und direkt vor einem eine Rettungshelikopter landet, noch nicht in allen Einzelheiten durchdiskutiert und für alle Weltreligionen und politischen Gesinnungen zufriedenstellend gelöst wurde. Vor ein paar Wochen ist übrigens ganz nah bei uns daheim tatsächlich eine Frau auf die Autobahn gelaufen und von mehrern Autos ganz konventionell überfahren worden, ohne Auftritt von Nonnen und Kindergartenkindern, jedoch durchaus eines Helikopters, zu spät für sie allerdings, Ich schweife ab, lassen Sie mich zu einem die letzten Tage sträflich vernachlässigten Punkt kommen:


Selbstbeweihräucherung: alle sind heil wieder da, der Hübsche und ich sind ein klasse Team, mit niemand anderem könnte ich in einer halben Stunde  eine Ferienwohnung räumen und daheim dann binnen einer knappen Stunde ale Koffer ausräumen, ohne grosse Worte geschweige den Streit.

Donnerstag, Februar 15, 2018

Let it snow!

Über Nacht hatte es ca einen halben Meter geschneit und es ging den ganzen Tag so weiter. Immerhin hatte das dazu nur noch -5 (unten) bis -12 (oben) Grad, also praktisch T-Shirt-Wetter :-).

Allein während der Viertelstunde Warten, bis der Skikurs fertig fürs Rennen versammelt war, schneite L. so ein
Vor dem Rennen spurte übrigens die Skilehrerin die Strecke, damit die Kids überhaupt wussten, wie rum um welches Tor. Little L. ist mit dem Selbstvertrauen eines Achtjährigen übrigens der Meinung, dass er mindestens Gold gewonnen hat, weil die anderen alle nicht wirklich Schuss gefahren sind.

Oben: Schnee

Viel Schnee

Pulverschnee bis zum Knie. Mindestens



Sicht: eher mittel.


Zum Ende der Skikurs um eins wurden alle Pisten geschlossen wegen Lawinengefahr und ich muss sagen, die 25 Minuten, die wir auf Q.s Skikurs warten mussten wurden sehr lang, als sich der Abholplatz leerte, die Pisten nahezu gespenstisch leer wurden, die Lifte stehen blieben und L.s Skilehrerin uns von dem Schneerutsch erzählte, der den Schlepper am Anfängerhügel lahmgelegt hatte. Sie kamen dann aber doch noch, fix und fertig und verschwitzt, weil ein Kind die Abkürzung über eine gelbe (unpräparierte und geschlossene) Piste nehmen wollte und vom Skilehrer ausgegraben und auf die eigentliche Piste zurückbugsiert werden musste.

Nach Aufwärmen bei Kaffee und Kuchen gab es also ein Alternativprogramm: Schlittenfahren! (Bis die Bahn dann wegen Wind den Betrieb einstellte)







Mittwoch, Februar 14, 2018

#gehtgradso

Man gewöhnt sich ja sehr schnell an alles und so kamen uns die Minus 17 Grad mit Sonne im Dorf und die minus 22Grad ohne Wind auf der Bergstation schon nahezu frühlingshaft vor.

Der Tag begann sportlich, zumindestens* für Q., der heute schon sein Skirennen hatte:


Ein Hoch auf den Skilehrer (btw der Sohn oder nahe Verwandte eines Kollegen vom Hübschen, wie sich bei "Wie spricht man DEN Namen denn aus?" beim abendlichen Übertragen von Skischülernamen in Listen rausstellte) von Q., der den Treffpunkt heute einfach mal 15 Minuten vorverlegte und so seine Mannschaft als erste an den Start der Rennstrecke brachte und Eltern und Kinder zu normaler Zeit in den Skitag aufbrechen liess.

In Reminszenz an letztes Jahr haben wir uns dann im Drehrestaurant ganz oben erstmal einen Kaffi Baileys gegönnt, was immer sehr fein ist. 3500m UND Drehrestaurant dazu machen dann doch ein wenig drümmlig (überhaupt: die Höhenluft raubt einem schon tatsächlich den Atem bzw lässt einen ganz schön schnaufen!)

Dann: Skifahren, Kinder auf der Piste treffen (die beste Investition waren die neonorangen Flauschohren für L,s Helm, den sieht man von überall. Sehr irritierend, dass Q. aktuell in anthrazit/schwarz unterwegs ist, gar nicht so leicht zu entdecken. Nächstes Jahr passt dann aber die leuchteblaue Hose zur grauen Jacke.

Nach dem Skikurs haben wir uns heute die "Gletschergrotte" zum Mittagessen ausgeguckt, eine kleine Hütte direkt oberhalb der Piste. Die Idee hatten noch viele andere, so dass wir erst anstehen mussten, um einen Platz zu bekommen, dann recht lang, aber eben in der Sonne, eingewickelt in Decken mit Traumaussicht, also gar nicht schlimm, auf das sehr leckere Essen warten mussten, und dann war es schon nach drei und der Suure Moscht war dann doch der mit Alkohol gewesen, also beschlossen wir kurzerhand, dass wir uns nach der Talabfahrt auf den Heimweg machen würden.
Q kennt sich jetzt ja mit Kantonen aus und deshalb mussten wir fragen, warum da zwei halbe Wappen drauf sind. Auflösung: "Die Sterne sind das halbe Walliser Wappen (13 Sterne weil 13 Bezirke), der halbe Stier steht für den Wirt, der aus Uri kommt"

Q. und Chäs-Schnitten (immer: "Gehts auch ohne Schinken?"): Es ist Liebe.





Ich habe im Dorf noch Käse (Raclette mit Alpenheu und Knoblauch), Knoblauchwurst und, auch das brauchts, Klopapier und Salat eingekauft, ausserdem im lokalen Fotogeschäft Q.s Rennbild erstanden, daheim ging es für alle unter die heisse Dusche und wir lassen den Tag gemütlich ausklingen.

* ich weiss, dass es "zumindest" heisst, aber ich mag "zumindestens" und nutze es bewusst, das müssen Sie mir nicht erklären :-)

Dienstag, Februar 13, 2018

Monothematisch: es ist kalt und das ist gut so

Bissl monothematisch hier, aber was will man machen: die perfekten Skiferien heissen halt bei uns unendlich viel Schnee (also: wir haben nach letzten Jahr, wo ab Mittelstation alles sulzig war und es auch ganz oben 10 Grad plus hatte, strategisch nach dem Reka-Ferienangebot am weitesten oben gesucht und sind in Saas Fee gelandet. Dass es hier sogar unten im Ort nun ca 2m Schnee hat und auf bei strahlendem Sonnenschein auf der Mittelstation unter minus 20 Grad, damit konnte ja nun niemand rechnen. Ich habe seit Jahren beim Skifahren geschwitzt, nie gefroren, die Handwärmer sind immer unbenutzt und nur ein bisschen bröseliger aussen wieder in den Schrank gewandert, die warme wollige Skiunterwäsche hat man nie gern getragen und die Sturmhauben eh nicht. Heute: Sturmhaube, WindundWettercreme, Helm, und mir ist beim Atmen die Zungenspitze steif gefroren. Aber es war grossartig!), viel Skifahren (heute wurde L. wegen.... sagen wir mal zu einem guten Teil Düpflischisserei der Skischule, weil der letzte Kurs, den er gemacht hat, in Österreich war, nicht in der Schweiz zertifiziert, einen Kurs zurückgestuft und das hat ihm unendlich gestunken, auch wegen des Erkennungszeichens "Nici-Schaf an der Jacke"; das er wieder abgeben musste, und unter anderem deshalb waren wir bis "Letzte Pistenkontrolle" von ganz oben auf dem Gletscher ins Dorf zurück unterwegs, bis allen die Oberschenkel zitterten und sich das Heimlaufen in Winterstiefeln wie auf Socken anfühlte), gemütliches Abhängen, und tatsächlich erstaunlich wenig Zeit für Internet und alles drumrum.
Dafür gibt es aber ein paar viele Bilder:


"Schaut mal alle, da unten , ein Esel!!!" oder so

abendliche Üdüllü

L.s Eislager

drei Schritte vor Q. ist der unserer Wohnung am nächsten gelegene Pokestop

es hat Schnee.

noch mehr Üdüllü